Mit Strategischer Kommunikation mehr erreichen

Jüdisches Museum in Berlin
Die Kommunikationsstrategie zur Eröffnung des Jüdischen Museums Berlin war eine der Grundlagen für den großen Publikumserfolg dieses Museums mit der weltberühmten Libeskind-Architektur.
Jüdisches Museum Berlin. Foto: J. Ziehe

Bei der Strategischen Kommunikation finden wir Antworten auf diese
6 W-Fragen:

Warum tun wir was, wie, wann und für wen und zu welchem Zweck?

Entlang der Fragen verständigen wir uns im Projekt oder einer Organisation auf konkrete Ziele, Prioritäten und Botschaften.

Warum ist das wichtig?

Eine Strategie bietet eine ökonomische Planungshilfe, um das Budget und Personal zu bestimmen.

Eine klare Vision und griffige Botschaften motivieren zum Mitmachen.

Mit der praktischen Richtschnur arbeitet das Team auf das gleiche Ziel hin und trägt die gleichen Botschaften in die Öffentlichkeit (und nach innen).

Wenn ein Projekt oder eine Kampagne startet, möchten viele sofort Ideen entwickeln für Botschaften und Maßnahmen.

Besser ist es jedoch einen Schritt zurückzutreten und das Problem und die Aufgabe zu analysieren.

Schritt 1: Die Ausgangslage beschreiben und die Aufgabe festlegen

Schritt 2: Die SWOT-Analyse

Mit einer Analyse der Stärken (Strength), Schwächen (Weaknesses), Chancen (Opportunities) und Risiken (Threats) können wir Risiken minimieren und unsere Stärken optimal ausspielen und Chancen nutzen.

Damit starten wir in die strategische Phase.

Schritt 3: Die Ziele bestimmen

Die Ziele sollten smart sein, also spezifisch, messbar, ausführbar, relevant und terminiert.

Schritt 4: Die Zielgruppe(n) definieren

Wen wollen wir ansprechen? Was wissen wir über die Zielgruppe(n) und wie erfahren wir mehr über sie? Wie ticken sie, was ist relevant für sie? Welche Bedürfnisse und Werte haben sie? Auf welchen Kanälen sind sie unterwegs?

Je besser wir unsere Zielgruppe(n) kennen, umso realistischer schätzen wir ein, was wir bei ihnen erreichen können und umso größer sind die Erfolgschancen.

Schritt 5: Die Positionierung

Im Vergleich mit Wettbewerbern: Was erbringen wir ̶ und zwar nur wir ̶ und für wen?

Schritt 6: Die Kernbotschaft(en)

Welche Kernbotschaften(en) wollen wir vermitteln? Passt sie inhaltlich und sprachlich zu unseren Zielgruppen?

Schritt 7: Die Strategie

Wer mit bescheidenen Mitteln die richtigen Dinge tut, erreicht mehr als der, der mit aller Kraft an falschen Aufgaben arbeitet. Die Kunst, diese Einsicht in die Tat umzusetzen, nennt man Strategie.“1
Marco Althaus, Professor für Politische Kommunikation

Eine Strategie ist eine klare Zielsetzung, verbunden mit einer (oder mehreren) Methode(n) und guter Planung. Die Strategie kann zum Beispiel darin bestehen, Prominente als Fürsprecher:innen zu gewinnen. Oder Bürger:innen zu beteiligen. Oder den eigenen Expertenstatus auszubauen und zu vermitteln. Oder Kooperationen mit Partnerorganisationen zu suchen.

Mit der Strategie geht es in die operative Phase.

Schritt 8: Die Umsetzung

Die Kommunikationsmaßnahmen stammen zum großen Teil aus dem Werkzeugkoffer der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Veranstaltungen, von der Fachkonferenz über Mitmachaktionen bis zu Webinaren, Infomaterialien, multimediale Onlinekommunikation, direkte Kommunikation, von der Beratung bis zum Stammtisch, Pressemitteilungen und -gespräche u.v.m.

Schritt 9: Die Evaluation

Die Maßnahmen werden kontinuierlich ausgewertet, um nachzusteuern und das Projekt auf der Erfolgsspur zu halten.

Leitung eines Workshops an der FU Berlin
Leitung eines Workshops an der FU Berlin
Foto: A. Vollmar

Workshops zu Strategischer Kommunikation

Wenn ein neues Projekt oder eine Kampagne bevorsteht, eine Neuaufstellung geplant ist oder die Ziele und Maßnahmen geprüft und geschärft werden sollen, kommt ein Workshop zur Strategischen Kommunikation genau richtig.

Meine Workshops richten sich an den Bedürfnissen und Wünschen der Auftraggeber und der Teilnehmer:innen aus, die wir vorab besprechen. Der Austausch von Erfahrungen und Praxisbeispielen spielt stets eine zentrale Rolle. Am besten bringt ihr und bringen Sie eigene Projekte und Kampagnen mit, an denen wir gemeinsam arbeiten können. Weitere Beispiele kommen von mir, wie auch Impulse und Übungen.

Die Dauer der interaktiven Workshops variiert zwischen einem halben Tag bis zu zwei Tagen (online oder in Präsenz). Ich biete sie auch als Inhouse-Schulungen an.

Meereswelle
Eine Forschungsmission der Deutschen Allianz Meeresforschung (DAM) untersucht die zentrale Rolle der Meere und Ozeane für globale Klimaprozesse. Die Kommunikationsstrategie für die DAM wurde im Februar 2020 von der Mitgliederversammlung verabschiedet.
Foto: Ralf Prien / IOW

Meine Erfahrungen mit Strategischer Kommunikation

Meine erste Kommunikationsstrategie habe ich zur Eröffnung des Jüdischen Museums Berlin entwickelt, als damalige Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Sie war eine der Grundlagen für den großen Publikumserfolg des Museums. Wir haben eine enorme Medienaufmerksamkeit generiert, unsere Botschaften platziert und ein positives Image aufgebaut. Dafür haben wir den Deutschen PR-Preis 2002 in Bronze erhalten.

Seitdem habe ich viele Kommunikationsstrategien entwickelt: für die Stiftung Berliner Mauer (mit Social Media-Strategie), das Deutsche Klima-Konsortium, die Deutsche Allianz Meeresforschung (mit Social Media-Strategie), das Institut für Nachhaltigkeitsforschung u.a..

Als Lehrbeauftragte an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin habe ich diese zielorientierte Herangehensweise vermittelt und die Entwicklung von Kommunikations- und Social Media-Strategien mit Masterstudierenden geübt. Zudem habe ich diverse Auftraggeber zu ihrer Strategischen Kommunikation beraten und tue dies weiterhin.

  1. zitiert nach Buchner, Michael, Friedrich, Fabian, Kunkel, Dino (Hg.): Zielkampagnen für NGO: Strategische Kommunikation und Kampagnenmanagement im Dritten Sektor. Münster, 2006 ↩︎

Was Auftraggeber und frühere Arbeitgeber sagen